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Review YEAR ONE


Regie: Harold Ramis
Darsteller: Jack Black, Michael Cera, Judd Apatow
Buch: Gene Stupnitsky und Harold Ramis
Verlein: Sony

Zwei Höhlenmenschen [Jack Black und Michael Cera] werden von ihrem Stamm verbannt und stolpern von einem biblischen Ereignis ins Nächste. So begegnen die Beiden Kain und Abel, halten Abraham vom Brandopfer seines Sohnes ab und landen schliesslich in Sodom und Gomorrah.
Irgendwo zwischen LIFE OF BRIAN und AMERICAN PIE - so lässt sich Harold Ramis [Ghostbusters, Reine Nervensache] neuester Streich am ehesten beschreiben. Jack Black ist nach Filmen wie PICK OF DESTINY dafür bekannt, das er sich auch gerne mal auf niveaulosen Boden begibt, eine Eigenschaft die man einem Komiker aber durchaus auch als positiv anrechnen darf, denn welcher Klamauk würde vom Stolz der Hauptdarsteller profitieren? [Jim Carrey wurde auch durch Filme wie ACE VENUTRA und DUMB AND DUMBER berühmt] Der vulgäre und primitive Unterton passt sehr gut zur Steinzeitthematik - das ist nicht der Grund für das Scheitern des Filmes, im Gegenteil - in solchen Momenten hat er seine stärkste Phase.

Wow, diese Kutschen sind so schnell ich muss mich gleich übergeben [Zitat]

Das große Problem ist viel mehr der mangelnde Biss: Ramis sollte keinen Hehl daraus machen, offen von den Monty Phyton abgekupfert zu haben. Leider ist er dabei zu inkonsequent. LIFE OF BRIAN war deshalb so gelungen, weil ihm nichts heillig war, YEAR ONE hingegen ist viel zu zahm und harmlos um in solch göttliche Gefilde auzusteigen. Jack Black und Michael Crera passen perfekt in ihr Fellkostüm und auch kleine Auftritte von Judd Apatow fügen sich sehr positiv ins Gesamtbild ein.

Leg das Stück Kot weg, da könnte ein Eichhörnchen draufgepinkelt haben [Zitat]

Die Inszenierung hingegen wirkt erschreckend dilletantisch und teilweise dramaturgisch sehr abgehackt, was die Frage aufkommen lässt: Was ist nur mit Harold Ramis passiert? Nach sehr gelungenen Filmen wie ANALYZE THIS scheint er keine vernünftige Einstellung mehr hinzubekommen. Sehr Schade! Einige sehr gelungene Gags [Verfolgungsjagd mit Kutschen, Kain und Abel] retten den Film vor dem kompletten Absturz, allerdings verlässt man das Kino trotzdem mehr als enttäuscht. [→Trailer]


3/10 abgebrannten Strohütten

1 Kommentar:

  1. 3 punkte find ich aber bissle übertrieben, ich hab mich köstlich amüsiert.
    würde sogar 6 oder 7 geben!!

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