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Review GAMER


Regie: Mark Neveldine Brian Taylor
Darsteller: Gerald Butler, Amber Valetta, Alison Lohmann

In einer nahen Zukunft sind Computerspiele real geworden, sogenannte GAMER [→Trailer] können die Identität einer Spielfigur annehmen und diese via Gedankenkontrolle steuern. Der neueste Hit ist das Spiel SLAYERS, eine Art COUNTERSTRIKE mit realen Menschen. Eine Hackergruppe geht gegen King Castle [!] den Gründer dieser Spielwelt vor und versucht dem unmoralischen Treiben ein Ende zu setzen.

Krach, Bumm, Fizz

Das sind ungefähr die ersten Eindrücke die man von GAMER mit Gerald Butler in der Hauptrolle mitnimmt. Mark Neveldine und Brian Taylor haben schon mit CRANK einen sehr adrenalingeladenen Film abgeliefert, aber nach GAMER wirkt ihr Erstlingswerk wie ein dröger Arthausfilm der nicht in die Gänge kommt. Ein Alptraum für Epileptiker, selten hat man solch hektische Schnitte, wuchtigen Sound und extreme Bildverfremdungen auf der Leinwand gesehen. Im Prinzip ist diese Technik sehr effektiv um den thematisch in die Handlung eingebundene Bildersturm zu visualisieren, aber es scheint als sei man meilenweit am Ziel vorbeigeschossen und alle Fäden aus der Hand verloren.

Weniger ist mehr!

Schon nach zwanzig Minuten hat man starke Probleme dem Treiben weiter folgen, denn man ist als Zuschauer einfach überfordert. Auch die übertrieben Charaktere [hauptsächlich die Darstellung der GAMER] wirkt zu überzogen um sich in Handlung einzufügen und eine Einheit zu bilden. So wirkt GAMER wie ein hektisch zusammengeschustertes Machwerk mit Ambitionen zu einem modernen RUNNING MAN, erfüllt diesen Anspruch nicht, da einfach alles viel zu überfrachtet, im Detail aber zu lieblos umgesetzt ist. GERALD BUTLER ist hoffnungslos unterfordert und man fragt sich was der einminütige Auftritt der großartigen Alison Lohmann [DRAG ME TO HELL] soll.
Unterm Strich ist GAMER eine Actiongranate, die leider auch das Publikum in Stücke reisst und selbiges beim Erscheinen der Abspanns aufatmen lässt.


3/10 epileptischen Anfällen
Eine Actiongranate, die an starken inszenatorischen Mängeln krankt

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