.

Review: 2012


Regie: Roland Emmerich
Darsteller: John Cusack, Amanda Peet, Thandy Newton
Buch: Harald Kloser
Studio: Sony Pictures

Nachdem ein indischer Wissenschaftler entdeckt, dass sich die Erdkruste rasant erhitzt und die Erde somit dem Untergang geweiht ist, werden von staatlicher Seite alle Hebel in Betrieb gesetzt um zu retten, was noch zu retten ist. Im Jahr 2012 ist es soweit, die Erdkruste löst sich von ihrem Kern und die Welt versinkt im Chaos. Inmitten dieser Apokalypse befindet sich der Schriftsteller Jackson Curtis [John Cusack] der seine Familie in Sicherheit bringen will.

Nichts neues im Westen

Der Export-Schwabe Roland Emmerich liefert mit 2012 [→Trailer] einen kalkulierten, finanziell völlig risikofreien Katrastrophenfilm, der in der ersten Hälfte durchaus zu gefallen weiss. Der Plot wird dem Zuschauer sehr spannend offeriert und die kleinen konspirativen Anspielungen von der Regierungsseite lassen auf einen gelungenen Film hoffen. Bereits nach einer halben Stunde beginnt dann Emmerich sein Feuerwerk zu zünden und man muss wirklich zugeben, dass einem die gezeigten Bilder den Atem rauben. In den Spezialeffekten steckt sehr viel Detailarbeit und sie wirken nicht leblos, da immer noch kleine persönliche Schicksale in besagten Szenen integriert sind.

John Cusack saves the day

Im Prinzip ist es aber Cusack zu verdanken, dass die erste Hälfte von 2012 so gut funktioniert, seine Symphatie trägt den Film über den routinierten Prolog. Woody Harrelson, Danny Glover und Oliver Platt sind nur einige von vielen bekannten Stars die eine kleine Rolle in 2012 besetzen, aber man fragt sich, wieso sich der sonst so großartige Zlatko Buric [Pusher] herablassen muss und solch ein klischeebeladenes Bild eines russischen Millionärs abgeben muss. Genau da sind wir nämlich beim Problem des Filmes angelangt. In der zweiten Hälfte verpufft das Interesse des Zuschauers völlig, die einzelnen Schicksale werden gänzlich aus dem Fokus verloren und es häufen sich viele Stereotypen über eine Regierung die über Leichen geht. Voller Klischees und durch lieblos aneinandergreihte "Wir-spielen-Titanic-Untergangsszenen" versinkt auch der Film im Einheitsbrei und schippert einem maßlos enttschäuschenden und an das US-Publklikum angepassten Konfektions-Happy-End zu.


4/10 verpufften Gasblaßen
Das einzige was in 2012 untergeht ist leider die Story

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen