.

Trailer: THE EXPANDABLES


Endlich ist er da, der Trailer zum ultimativen Kiss-Ass-Film. Nach den recht gelungenen 80s Revivals von ROCKY und JOHN RAMBO hat Sylvester Stallone wieder den richtigen Pfad eingeschlagen. Mal ganz im Ernst: Ein Film in dem Stallone, Bruce Willis, Jason Statham, Arnie, Dolph Lundrgen, Mickey Rourke und viele einige andere Ikonen des sinnfreien Actionfilms mitspielen, kann doch nur ein feuchter Traum eines Jeden Krach-Bumm-Fans sein!
Hier der [→Trailer] zu THE EXPANDABLES

Prognose:

[Könnte zwar richtig schön schlecht werden, aber trotzdem:] Bierkasten in den Kofferaum und ab ins Kino!

Trailer: THE EDGE OF DARKNESS


Rachethriller scheinen gerade schwer en vogue zu sein, nachdem Regisseur Neil Jordan [DIE FREMDE IN DIR] Jodie Foster zur Rachetat auf die Leinwand gehetzt hat und auch Liam Neeson unter dem Franzosen Pierre Morel [TAKEN aka 96 HOURS] eine sehr schonunglose aber gelungene Katz- und Mausjagd lieferte, hat nun auch Mel Gibson Lunte gerochen. Der gebürtige Neuseeländer und erprobte Bond-Regisseur Martin Campbell [Casino Royale, Goldeneye, Maske des Zorro] schneidet sich auch ein Stück von der scharfen Blutwurst ab.
Die Wartezeit kann man sich übrigens mit dem jüngst erschienenen Directors Cut zu PAYBACK vertreiben - damit kann man[n] nichts falsch machen.
Hier der [→Trailer] zu EDGE OF DARKNESS

Prognose:

Könnte ein solider aber überraschungsfreier Film werden...

FAQ ABOUT TIME TRAVEL


Regie: Gareth Carrivick
Darsteller: Chris O'Dowd, Marc Wooton Dean Lennox Kelly
Buch: Jamie Mathieson
Verleih: BBC / HBO FILMS

Ray [Chris O'Dowd], Toby [Marc Wooton] und Pete [Dean Lennox Kelly] werden bei einer Kneipentour zufällig in die Geheimnisse des Zeitreisens eingeweiht. Nun werden die drei einfältigen Barbesucher höchst amüsanten Situationen ausgesetzt und es steht immer wieder die Frage in dem Raum "Wie funktionieren Zeitreisen und was wird es für Konsequenzen haben".

I was really thinking, that timetravelling would be a little more thrilling like this [Zitat]

Schon der Beginn des Filmes FREQUENTLY ASKED QUESTIONS ABOUT TIME TRAVEL [→Trailer] im 3D Kino des Freizeitparks ist absolut großartig und läst einem auf einen sehr witzigen Film hoffen. Die hohen Erwartungen werden sogar größtenteils erfüllt, sehr viele große Hollywoodklassiker [besonders jene, welche sich bereits mit der Zeitreisethematik auseinandergesetzt haben] werden genüsslich durch den Kakao gezogen. Ganz in dem rohen, englischen und respektlosen Stil von SHAUN OF THE DEAD weiss FAQ mit einem ganz besonderen Charme zu überzeugen. Mit sehr guten britischen Darstellern und der bewusst abstrus gehaltene Story sorgt Regisseur Gareth Carrivick [bekannt durch die BBC Serie BEATUFUL PEOPLE] für unglaublich erfrischende 80 Minuten Unterhaltung. Natürlich legt der Film nicht besonders viel Wert auf Charakterzeichnung, ebenso gibt es den ein oder anderen kleinen Hänger [z.B. bei diversen Nerd-Gesprächen] aber trotzdem wird FAQ ABOUT TIME TRAVEL in den nächsten Monaten sicher einen großen Fankreis um sich scharren.
Man hat es sozusagen mit dem kleinen lustigen Bruder von DONNIE DARKO zu tun. Klarer Tipp für ein Double Feature.


7/10 Wurmlöcher
Eine kleine, feine, rundum gelungene Komödie mit sehr charmanten Darstellern

Sitges 2009 geht zuende


Gestern Nacht ging das renommierte Sigtes Festival in Barcelona zuende und es gab einen klaren Gewinner, nämlich MOON [→Trailer], das Debütwerk von David Bowies Spross Duncan Jones. Der englische Science-Fictionfilm konnte in den Kategorien Bestes Script, Bester Actor für Sam Rockwell und Bester Film absahnen. Desweiteren konnte ZOMBIELAND [→Trailer] mit Woody Harrelson und der spanische [!] Giallofilm AMBER diverse Awards abräumen. Das französische Meisterwerk MARTYRS [→Trailer] erhielt zurecht einen Ehrenpreis. Eine ausführlich Besprechung zu MOON sowie eine leicht verspätete Review zu MARTYRS folgt hier bald.

Review YEAR ONE


Regie: Harold Ramis
Darsteller: Jack Black, Michael Cera, Judd Apatow
Buch: Gene Stupnitsky und Harold Ramis
Verlein: Sony

Zwei Höhlenmenschen [Jack Black und Michael Cera] werden von ihrem Stamm verbannt und stolpern von einem biblischen Ereignis ins Nächste. So begegnen die Beiden Kain und Abel, halten Abraham vom Brandopfer seines Sohnes ab und landen schliesslich in Sodom und Gomorrah.
Irgendwo zwischen LIFE OF BRIAN und AMERICAN PIE - so lässt sich Harold Ramis [Ghostbusters, Reine Nervensache] neuester Streich am ehesten beschreiben. Jack Black ist nach Filmen wie PICK OF DESTINY dafür bekannt, das er sich auch gerne mal auf niveaulosen Boden begibt, eine Eigenschaft die man einem Komiker aber durchaus auch als positiv anrechnen darf, denn welcher Klamauk würde vom Stolz der Hauptdarsteller profitieren? [Jim Carrey wurde auch durch Filme wie ACE VENUTRA und DUMB AND DUMBER berühmt] Der vulgäre und primitive Unterton passt sehr gut zur Steinzeitthematik - das ist nicht der Grund für das Scheitern des Filmes, im Gegenteil - in solchen Momenten hat er seine stärkste Phase.

Wow, diese Kutschen sind so schnell ich muss mich gleich übergeben [Zitat]

Das große Problem ist viel mehr der mangelnde Biss: Ramis sollte keinen Hehl daraus machen, offen von den Monty Phyton abgekupfert zu haben. Leider ist er dabei zu inkonsequent. LIFE OF BRIAN war deshalb so gelungen, weil ihm nichts heillig war, YEAR ONE hingegen ist viel zu zahm und harmlos um in solch göttliche Gefilde auzusteigen. Jack Black und Michael Crera passen perfekt in ihr Fellkostüm und auch kleine Auftritte von Judd Apatow fügen sich sehr positiv ins Gesamtbild ein.

Leg das Stück Kot weg, da könnte ein Eichhörnchen draufgepinkelt haben [Zitat]

Die Inszenierung hingegen wirkt erschreckend dilletantisch und teilweise dramaturgisch sehr abgehackt, was die Frage aufkommen lässt: Was ist nur mit Harold Ramis passiert? Nach sehr gelungenen Filmen wie ANALYZE THIS scheint er keine vernünftige Einstellung mehr hinzubekommen. Sehr Schade! Einige sehr gelungene Gags [Verfolgungsjagd mit Kutschen, Kain und Abel] retten den Film vor dem kompletten Absturz, allerdings verlässt man das Kino trotzdem mehr als enttäuscht. [→Trailer]


3/10 abgebrannten Strohütten

Review A SCANNER DARKLY

Regie: Richard Linklater / USA 2006 / 100 Min.
Darsteller: Keanu Reeves , Winona Ryder
Produktion: Warner
Vertrieb: Warner Home

Nach BLADE RUNNER und MINORITY REPORT kommt mit A SCANNER DARKLY eine weitere sehr ambitionierte Verfilmung einer Phillip K. Dick Geschichte. Richard Linklater bedient sich dabei einer Technik, die er schon bei dem fast völlig unbekannten Drama WAKING LIFE angewandt hat. Sämtliche Szenen wurden real gedreht und am Rechner digital übermalt und so sehr mit Filtern verfremdet, dass man es mit einem richtigen Popart Kunstwerk zu tun bekommt. Selbiges hat zwar schon Ralph Bakshi in den 70ern getan, allerdings verleiht die digitale Komponente dem Film einen sehr überzeugenden futuristischen Touch. Hut ab vor dem Regisseur Linklater, sozusagen ein Multitalent in allen Genres. Seine Filmografie liest sich wie ein buntes Portfolio aus allen Bereichen: BEFORE SUNRISE, SCHOOL OF ROCK etc. Die Geschichte von A SCANNER DARKLY ist sehr Abgründig und düster: Der Agent Fred fahndet nach der Drogenmafia, welche die Droge Substance-D unter das Volk bringt. Fred ist selbst von der halluzinogen Droge abhängig und weist schon schwere Züge von Schizophrenie auf.

You're loosing yourself, Fred [Zitat]

Die ganze Geschichte spielt unweit in der Zukunft, Jeder ist über Satellit zu orten, der große Bruder sieht einem sozusagen immer und überall. Fred trägt einen Anzug, der ihn während seiner Arbeit völlig anonym werden lässt, allerdings taucht er dabei zu sehr in seinen Alter Ego ein und am Ende kann selbst der Zuschauer die Realität nicht mehr von Freds Vorstellung unterscheiden. Linklater konnte mit Woody Harrelson, Keanu Reeves und Winona Ryder eine sehr prominente Cast gewinnen, dies wäre allerdings gar nicht notwendig gewesen. Der Film hat eine unglaubliche visuelle und thematisch sehr bedrückende Kraft, so dass er ohne Zögern in einem Atemzug mit den oben genannten Genremeilensteinen genannt werden kann. Interessant ist die Tatsache, dass Dicks Vorlage schon 1977 entstand, allerdings keine großen Modifikationen an der Handlung vorgenommen werden mussten, um der Story eine erschütternde Allgegenwärtigkeit zu verleihen.


7/10 halluzinogene Trips