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Review: Fall 39


Regie: Christian Alvart
Darsteller: Renee Zellweger, Bradley Cooper
Buch: Ray Wright

Selten ist es ein gutes Zeichen, wenn ein Kinostart ständig verschoben wird. Der deutsche Export-Regisseur Christian Alvart [ANTIKÖRPER] brachte sein nachfolgendes Werk PANDORUM sogar noch vor FALL 39 [→Trailer] in die deutschen Kinos, was man durchaus als schlechtes Vorzeichen gelten lassen könnte. In der Tat bietet Alvarts Film nicht sonderlich mehr als eine durchschnittliche Episode von Akte X.

Das Omen Teil 39


FALL 39 startet sehr vielversprechend, wir erleben Renee Zellweger [Cold Mountain, Bridget Jones] als Angestellte beim Jugendamt, welche ein Kind aus scheinbar ruinösen Familienverhältnissen befreit. Sie gewährt dem kleinen Mädchen Asyl, findet aber recht schnell heraus, dass sie sich den Teufel persönlich ins Haus geholt hat. Nach der recht spannenden ersten halben Stunde versinkt FALL 39 allerdings im grauen Genreeinheitsbrei mit allerlei Logiklöchern und sehr vielen ärgelichen Klischees. Es folgt eine Stunde lang 0815-Grusel-Hokuspokus mit allen Baukastensteinchen die das Genre so zu bieten hat: ein böses Mädchen mit langen schwarzen Haaren, CGI-Insektenangriffe, knarzende Telefonanrufe usw. Das Ende setzt dem ganzen Graus dann noch die Krone auf, denn es könnte plumper und spannungsarmer kaum sein.

Endlich: Der Abspann!

Man fragt sich warum solche Filme überhaupt gemacht werden, irgendjemand muss doch vorher das Drehbuch gelesen und festgestellt haben "Hey das gab es ja alles schon einmal, nur irgendwie viel besser". Wie schon bei PANDORUM bedient sich Alvart bei vielen Genrevorbildern [DAS OMEN, DER EXORZIST etc.] ohne dem Genre wirklich etwas Neues hinzuzufügen, geschweige denn deren Klasse zu erreichen. FALL 39 läuft im März in den deutschen Kinos an. Ein Termin, den man sich definitiv nicht freihalten muss!


3/10 mal zuviel gegähnt

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