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Review: DER INFORMANT


Regie: Steven Soderbergh
Darsteller: Matt Damon, Scott Bakula
Buch: Scott Z. Burns

Michael Mann schuf mit THE INSIDER einen modernen Archetypen in einem Filmgenre in dem es um die Aufklärung firmenpolitischer Skandale geht. Rein Faktisch behandelt DER INFORMANT [→Trailer] von Stephen Sodebergh [OCEANS 11, CHE etc.] exakt die gleiche Thematik. Lediglich in der Ausführung unterscheiden sich die beiden Filme wie Tag und Nacht. Der Angestellte einer gigantischen Firma [Matt Damon] arbeitet mit dem FBI zusammen und deckt über Jahre hinweg einige maßgebliche Firmenskandale auf. Im Laufe der Geschichte entwickelt sich ein regelrechter Wahnwitz, der eigentlich kaum zu glauben wäre, würde der Film nicht tatsächlich auf realen Tatsachen basieren. Leider darf an dieser Stelle nicht thematisiert werden, um was für eine Wendung es sich handelt, aber eines ist gewiss:

Es ist Unfassbar!

So steht es auf dem Filmplakat in großen Lettern und es ist wahrlich nicht übertrieben. Matt Damon gibt sich als ebenso einfältiger wie auch pummeliger Angesteller der ein zweites Leben als Informant führt. Seine Darbietung ist köstlich und auch die gesamte Geschichte wird wunderbar unsentimental und fast schon plump erzählt, was von einem grandios übertrieben-fröhlichen Soundtrack untermalt wird. Die Tonspur ist hörbar von Woody Allens BANANAS inspiriert und rückt den Film mitunter in eine klar satirische Ecke. Alles in Allem ist THE INFORMANT ein gelungener Film, leider werden dennoch einige Möglichkeiten verspielt, so wird nicht wirklich auf die restlichen Figuren eingegangen und auch das Familienleben wird völlig ausser Acht gelassen. Nichts destotrotz liefert Soderbergh eine erfrischend leichte erzählte Politsatire, die letztenendes wie ein steinharter Kloß im Magen liegt und gerade durch diese Kontroverse zu überzeugen vermag.


7 von 10 pummeligen und unloyalen Angestellten

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