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Review: TEETH


Regie: Mitchell Lichtenstein
Darsteller: Jess Weixler, Hale Appleman, John Hensley
Buch: Mitchell Lichtenstein

Die Idee klingt so dämlich, dass man fast schon wieder einen guten Film erwarten könnte: Ein pubertierendes Mädchen findet heraus, dass sich in ihrer Vagina ein fest verwachsenes Gebiss befindet und sofort zubeisst, sobald etwas unrechtbmäßig eingeführt wird. Der Mythos einer Vagina Dentata existiert tatsächlich in vielen Kulturen, was aber nicht bedeutet, dass daraus ein guter Film entstehen muss. In THEETH [→Trailer] regnet es geradezu abgeschnittene Glieder und es wird wahrlich nicht vor einer drastischen Darstellung Selbiger gescheut.

Schnipp, Schnapp!

Prinzipiell erwartet man eine statirische Version von THE VIRGIN SUICIDES oder dem [pardon, auch schon grottigen] DAY OF THE WOMAN, es bieten sich doch viele Möglichkeiten eine Art Coming-of-Age-Story mit satirischen Elementen zu füllen. Die Pubertät ist für die meisten Menschen [respektive Frauen] eine Zeit in der sie ihren Körper entdecken und mitunter vor der ein oder anderen geschlechtlichen Identitätskrise stehen. In TEETH findet all das nicht statt. Bedeutungsschwanger hält die Kamera auf das schlecht in das Bild kopierte Atomkraftwerk in der Wohnsiedling des Mädchens, damit auch jeder Volltrottel kapiert, dass es sich um eine Mutation handelt. Das einzig Positive an dem Film ist die gelungene Überzeichnung der amerikanischen Werte, was Reinheit und Keuscheit angeht, doch diese Darstellung einer prüden Teeniegruppe mit Tendenzen zur Sekte und der plump rebellierende Bruder reichen leider auch nicht mehr zu einem gelungenen Film. Machen wir es kurz: Teeth ist völlig humorlos, langweillig und zudem handwerklich einfach fade.


2/10 Bisspuren am... ihr wisst schon!

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