.

Review: DANTE'S INFERNO


Regie: Mike Disa
Produktion: Joe Goyette, Cate Latchford
Buch: Brandon Auman

Von einer historisch korrekten Darstellung der Figur des Dante Alighieri kann man in diesem Fall wahrlich nicht sprechen. Der Poet wurde in dieser Version zu einem muskelbepackten, ramboesken Kreuzritter gemacht, der seine Verlobte Beatrice aus der Hölle befreien will und deshalb die 9 Kreise der Hölle durchschreiten muss. DANTES INFERNO [→Trailer] entstammt der Vorlage eines gleichnamigen Videospiels, was dem Film zu jeder Minute anzumerken ist.

Handlung, wo bist du?


Beginnt Dantes Abenteuer noch recht interresant, mutiert er doch recht schnell zu einem öden Gemetzel in dem computerspielartig ein Riesenmonster nach dem nächsten zerlegt wird. Das Design der Hölle und der darin umherkriechenden Kreaturen ist großartig, hier profitiert der Film eindeutig von seiner schön gestalteten Vorlage, die Animationen hingegen bewegen sich auf unterdurchschnittlichem Niveau [diese sehen in der hübschen HD-Version des Videospiels eindeutig besser aus]. DANTES INFERNO krankt leider an seiner sehr uninspirierten und flachen Umsetzung, man fragt sich wer hier als Zielgruppe gelten soll. Für Erwachsene ist die Geschichte viel zu eindimensional und schlicht, aber für Kinder ist der Film aufgrund seiner sehr drastischen Gewaltdarstellung ebenfalls nicht geeignet.

Eine interessante Idee, schlecht umgesetzt.

Die interessante Grundidee wurde in der Videospielvorlage zu einer sehr schönen und unterhaltsamen Odyssee gemacht, was man von diesem schnell produzierten Machwerk leider nicht sagen kann. Ein episodisch erzählter Film, der sich hinzieht wie zäher Kaugummi und dessen Ende wie eine Erlösung für den Zuschauer daherkommt.


2/10 unerlösten Filmminuten

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen