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AUFTRAG RACHE


Regie: Martin Campbell
Darsteller: Mel Gibson, Ray Winstone
Buch: Andrew Bovell, William Monahan

Bei Filmen von Regisseur Martin Campbell weiss man nie so recht mit was für einer Qualitätsstufe man rechnen darf. Zwischen uninspirierten Standardkrachern vom Reissbrett [VERTICAL LIMIT] und durchaus gelungenen und zugleich überraschend frischen Werken [CASINO ROYAL] ist tatsächlich Alles möglich, dass sein neuester Streich jedoch solch einen unmotivierten Plot in einer derart uninteressanten, ja regelrecht langweilligen Geschichte präsentiert, damit hätte wohl niemand gerechnet.

Eine Geschichte über Trauer und Vergeltung.

Vor ca. einem Jahr wurde hier schon berichtet, dass Mel Gibson endlich wieder einmal VOR der Kamera zu sehen sei. Als dann auch noch bekannt wurde, dass es sich bei dem Film um einem Actionthriller mit der aktuell sehr beliebten Rache-Thematik handeln sollte, sind die Erwartungen gleich in die Höhe geschossen. Nach dem düsteren und zugleich gelungenen Directors Cut von PAYBACK [ebenfalls mit MEL GIBSON] war der Start von THE EDGE OF DARKNESS [→Trailer] zumindest rein marketingtechnisch gut geebnet und eigentlich konnte nicht viel schief laufen. Dass der Film dennoch unterirdisch gefloppt ist, liegt hier tatsächlich am Film selbst. Selten hat man eine solch langweillige und vorhersehbare Geschichte geboten bekommen, Mel Gibsons Darbietung als Vater der den mysteriösen Mord an seiner Tochter aufklären will, ist bestenfalls durchschnittlich, man kann ihm seine lustlosigkeit förmlich ansehen. Trauer oder sonstige Emotionen lassen sich in seinem Gesicht nur erahnen und auch die übrigen Darsteller [sogar der sonst so großartige Ray Winstone] bleiben weit hinter den Erwartungen zurück. Es hat den Eindruck als haben man versucht dem Zuschauer durch die ruhige Machart einen subtilen Film zu suggerieren, aber in Wirklichkeit fehlt einfach eine gute Geschichte und subtil ist höchstens die Schrift im Abspann.

Kurz zusammengefasst:

Die Probleme des Filmes kann man im Konsens wie folgt benennen: Die Story ist bestenfalls auf dem Niveau einer Vorabendserie, es entsteht nicht der Anflug von Spannung und die Ursache bzw. die Beweggründe der Bösewichte werden einerseits schon nach der ersten halben Stunde genannt, sind dann aber auch derart lächerlich und unmotiviert, dass man sich zwingen muss dieses stinklangweillige Verbrechen an uns Cineasten bis zum Ende zu ertragen.


2/10 abgestürzten Mel Gibsons

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