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BOOK OF ELI


Regie: Albert Hughes, Allen Hughes
Buch: Gary Whitta
Darsteller: Denzel Washington, Mila Kunis, Gary Oldman

Was wäre eine Welt ohne Gott? Anders formuliert: Wohin führt eine Gesellschaft ohne Glauben?
BOOK OF ELI spinnt dieses postapoklyptische Szenario nach einem nicht genauer definierten Atomkrieg. Gesellschaftliche Strukturen sind zusammengebrochen und die letzten überlebenden Wegelagerer terrorisieren sich nach altbekannter Mad Max-Manier. Ein einzelner Prophet [very straight: Denzel Washington] zieht durch diese Landen und beschützt ein Buch, dessen Inhalt für Einige als allmächtige Waffe gilt. Natürlich sind dunkle Gestalten hinter dem Buch her, denn in einer Welt in der Jeder nach etwas sucht, an das er glauben kann, ist die Botschaft eines Proheten mächtiger als jede Waffe.

Und wieder fällt saurer Regen zu Boden...

Der Film macht keinen Hehl daraus ein Abklatsch von MAD MAX, THE ROAD oder I AM LEGEND zu sein, aber dennoch: ELI funktioniert auf mehreren Ebenen, einerseits bietet er das imposante Bild einer apokalyptischen Welt und deren zurückentwickelten Gesellschaft und auf der anderen Seite protzt der Film mit knallharten und hervorragend choreographierten Actionsequenzen. Gary Oldman gibt wieder einmal den intellektuellen Bösewicht und Denzel Washington scheint für die Rolle des stoiischen Wächter des Buches wie geschaffen zu sein. Abgesehen von einigen klaffenden Logiklöchern überraschen die beiden Hughes Brothers [MENACE 2 SOCIETY] nach filmischem Einheitsbrei wie FROM HELL und neunjähriger Abstinenz mit einem gelungenen Endzeitthriller, der ein etwaiges Remake von MAD MAX ganz und gar hinfällig macht. BOOK OF ELI ist mit seiner brüchigen Story ein gefundenes Fressen für alle, die etwas schlechtes an einem Film finden wollen, wer aber auf der Suche nach einem bildgewaltigen und spannenden Actionkracher ist, der sei mit dem Streifen voll und ganz bedient. [aber bitte in Full-HD mit gutem Sound!]


7/10 straighten Propheten

Kommentare:

  1. Hab den Streifen im Kino gesehen. Inszenierung als Action-Streifen funktioniert durchaus. Aber zu sagen, die Story sei bloß "brüchig" greift zu kurz. Inhaltlich ist der Film ein evangelikal-fundamentalistsches Propagandaflick reaktionärster Art.
    Und spannend ist der Film nur etwa zur hälfte, immer nur dann wenn nicht geredet wird. Doch das wird viel zu oft und dann halt entweder komplett inhaltsleer oder eben messianischer Schmu.

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  2. "evangelikal-fundamentalistsches Propagandaflick reaktionärster Art" finde ich etwas übertrieben, ich teile da eher die meinung des autors (man kann schlechtes an dem film finden...). bookofeli ist ein film, den man nicht vollends ernst nehmen sollte, dann bekommt man einen soliden actionfilm geboten.
    tata

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  3. Das Problem ist aber, dass der Film sich selbst dabei ernst nimmt.

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  4. Bis auf die betörende Bildsprache ist an dem Film nichts Interessantes. Über weite Strecken herrscht Langeweile. Zuwenig Action, zuviel schwülstige Dialoge.

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