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Repo Men


Regie: Miguel Sapochnik
Darsteller: Jude Jaw, Forest Whitaker, Liev Schreiber, Carice van Houten
Buch: Eric Garcia, Garrett Lerner

In einem legendären Sketch der Monty Phyton werden einem lebendigen Mann die Organe entnommen, eine absolute Selbstverständlichkeit da er einen Organspendeausweis beantragt hatte. Der Witz an dieser Sache war, dass die Ehefrau des "freiwilligen Spenders" während diesem blutigen Treiben ebenfalls zur Organspende überredet wird. Bei den Phytons dauert dieser Gag ca. 3 Minuten. Regiedebütant Miguel Sapochnik macht mit REPO MEN einen zweistündigen Film aus diesem Thema.

Auf den Spuren von Michael Crichtons COMA

Man spürt zu jeder Sekunde den aufgesetzten Humor, der sich nicht so ganz mit den blutigen Bildern verbinden will. Das größte Problem des Filmes gleich zu Beginn: Die Story ist völlig unglaubwürdig, sicher soll es eine satirische Übertreibung sein, wenn Jude Law im Auftrag einer Bank, Organe aus den Schuldnern "erntet", dieser Umstand ist aber selbst im höchst-sarkastischsten Sinne absolut hanebüchend und kann eigentlich nur mit Kopfschütteln quittiert werden. Der Film findet hierbei auch keine eigene visuelle Sprache, das Design der Stadt wurde 1:1 aus dem Neo-Noir-Klassiker Blade Runner geklaut, wobei es sich um keine Hommage handelt, sondern wirklich um hirnlosen Ideendiebstahl. So passt z.B. der Blade Runner-Zeppelin mit Werbedisplay zu keinem Zeitpunkt ins Bild, andere Sequenzen wirken als ob sie billig in einer verlassenen osteueropäischen Fabrik runtergekurbelt wurden.

Eine Dystopie ohne glaubwürdige Grundlage

Der negative Höhepunkt sind Jude Laws Kommentare aus dem Off. Es erweckt den Eindruckt, als sei den Produzenten der Film bei der ersten Sichtung zu eindimensional und viel zu primitiv gewesen. So entschied man sich wohl, Jude Law das ganze Geschehen in Film Noir-Manier kommentieren zu lassen, was allerdings die Flachheit der Story auch nicht mehr überdecken kann, sondern einfach nur erzwungen und gänzlich frei von Humor wirkt. Wie sich Jude Law [GATTACCA], Forest Whitaker [GHOST DOG] und Liev Schreiber [Regie: EVERYTHING IS ILLUMINATED] in dieses Machwerk verirrt haben, kann sich wohl keiner erklären, leider schwächeln hier sogar die Profis mit übertriebenem Overacting und mangelnder Tiefe. Wenn man beide Augen zudrückt hat Repo Men hat zu Beginn eine Hand voll gelungener Szenen (Z.B. das BBQ), insgesamt scheitert der Film aber sowohl an seiner mangelhaften filmischen Ausführung als auch und an einer extrem schwachen Story. An dieser unentschlossenen Kombination gibt es leider nichts mehr zu retten.


2/10 unbezahlbaren Augen die durch diesen Film geschändet wurden

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