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SPLICE


Regie: Vincenzo Natali
Produzent: Guillermo Del Torro
Buch: Vincenzo Natali, Antoinette Terry Bryant
Darsteller: Adrien Brody, Sarah Polley, Abigail Chu

Wenn sich Wissenschaftler in verriegelten Laboren an Experimente mit menschlicher DNA wagen, kommen unweigerlich nostalgische Erinnerungen an herrlich abgefahrene Filme wie RE-ANIMATOR auf. Zwar beabsichtigt Regisseur Vincenzo Natali mit SPLICE keinen kruden Splatterfilm wie den oben genannten Titel zu inszenieren, aber dennoch versprüht sein Film hin und wieder den sehr klassischen Charme eines Science Fiction Films, wobei es sich um mehr "Science" als um "Fiction" handelt.

Zischen Monstermovie und hintergründigem Science Fiction

Durchweg spannend inszeniert, überzeugt SPLICE vor allem durch seine interessante moralische Komponente, man erlebt sich als Zuschauer stets urteilend, hin und wieder sogar angewiedert, aber der Aspekt des Unvorhersehbaren macht Natalis Film wirklich sehenswert. Trotz heikler Thematik wird unfreiwillige Komik stets erfolgreich umschifft und stattdessen subtiler Grusel und haushohes Erstaunen über das Gesehene erzeugt.

Ein Hoch auf die Gentechnik

Technisch präsentiert sich der Film auf allerhöchstem Niveau, ob nun der Einsatz von Computertechnik, das atmosphärische Setdesign oder die gelungene Kameraführung, hier kann SPLICE wirklich einen Trumph ausspielen. Klassisch und dennoch Überraschend, so könnte man das Seherlebnis von SPLICE zusammenfassen. Wer es schafft Trailer und inhaltliche Zusammenfassungen [auf die an dieser Stelle bewusst verzichtet wird] zu meiden, der ist eindeutig im Vorteil. Vinzenzo Natali hat nach seinem beachtlichen Einstiegserfolg CUBE und dem nicht minder gelungenen CYPHER [leider nicht sehr erfolgreich an der Kinokasse] bewiesen, dass der Kanadier das Potential zu einem neuen Cronenberg hat. Zumindest im Genre des Body-Horror gibt es nun starke Konkurenz im Land der Mounties.


9/10 frisch geschlüpften Erwartungen

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