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EIN SOMMER IN NEW YORK


Regie: Thomas McCarthy
Darsteller: Richard Jenkins, Haaz Sleiman, Danai Jekesai Gurira
Buch: Thomas McCarthy

Wenn es bei der letztjährig in den Lichtspielhäusern gelaufenen Nicholas Sparks Verfilmung DEAR JOHN - DAS LEUCHTEN DER STILLE etwas Nennenswertes gab, dann war es die authentische Darstellung von Richard Jenkins in der Rolle des autistischen Vaters. In THE VISITOR ist es auch zu einem Großenteil seine Leistung, dass man von dem erzählten Schicksal berührt wird. Als introvertierter Professor gelingt es ihm meisterhaft das Aufblühen seiner Figur darzustellen. EIN SOMMER IN NEW YORK überzeugt aber auch durch seine aufwühlende und zugleich feinfühlige Geschichte, Abschiebung ist gerade in den Vereinigten Staaten ein Thema, das oft nur aus einer Perspektive wahrgenommen und oftmals polemisiert wird.

Kurz gesagt: Geheimtipp!

Eine seltene Gabe, wenn es ein Film schafft, seine Charaktere durch stille Gesten und eben nicht ausgesprochene Gefühle zum Leben zu erwecken. Der Film ist angenehm unaufdringlich, vermeidet emotionales Pathos und erzählt vom vergeblichen Kampf gegen eine herz- und hirnlose Bürokratie, ein Umstand der auch in unseren Landen nicht sehr fern scheint.


9/10 übersehenen Schicksalen

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