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DUELL DER MAGIER


Regie: Jon Turtletaub
Buch: Was ist ein Buch?
Darsteller: Nicholas "der wirds schon richten" Cage, Alfred Molina, Alice Krige, Monica Belucci

Filme wie DUELL DER MAGIER passieren, wenn Marktanalysten Kino machen [wollen!], Zauberschüler haben schliesslich schon bei den Harry Potter-Filmen Millionen in die Kaffeekasse gebracht, nun beruft man sich auf vorhandene Zutaten, entfernt jeglichen geistigen Anspruch, Kreativität oder gar Tiefgang und fertig ist die fade, an jede Altersgruppe angepasste Tütensuppe.

Eine unheimliche Begegnung mit Daniel dem Zauberer

THE SORCERER'S APPRENTICE ist sehr albern, aber bei weiten nicht witzig, er ist laut, aber zu keiner Minute spannend, hinzu kommt die Tatsache, dass die Geschichte vor Handlungslöchern und Unlogik nur so strotzt. So gestattet man dem ultimativen Bösewicht nach jedem Kontakt, lebendig davonzukommen - obwohl dieser das Ende der Welt herbeizurufen plant. Diese Geschichte war scheinbar sogar den Drehbuchautoren zu belanglos und unsinnig, denn anders ist es nicht zu erklären, dass der Haupterzählstrang oft völlig aus dem Fokus rückt und stattdessen der obligatorischen 0815-Lovestory Platz macht.

Nicolas Cage as Everyone

Nun mag der ein oder andere sagen, dass man über eine belanglose Story bei einem sogenannten "Guilty Pleasure" sicher hinwegsehen kann, das große Problem des Filmes ist nur, dass er abgesehen von seiner miesen Story und den teilweise unterirdischen Dialogen nichts zu bieten hat. Nicholas Cage spielt die Rolle des Magiers Balthasar dermassen übertrieben ernst, dass er sich dem schweren Vorwurf des Overactings nicht mehr entziehen kann. Stellenweise wirkt es als führe er seine [bewusst übertriebene] Perfomance aus dem DR. FU-MAN-CHU Trailer des GRINDHOUSE-Projektes fort [nur meint er es dieses mal ernst!]. Auch der Rest des Besetzungsliste wird nach Strich und Faden verheizt: Der sonst so erhabene Alfred Molina [FRIDA, SPIDERMAN 2] wird sich für seinen faden Auftritt ebenso schämen wie Monica Belucci [IRREVERSIBLE, MATRIX 2+3], welche den wohl mit Abstand gelangweilsten Auftritt in diesem Film darbietet.

Finger Weg von den Klassikern, Herr Bruckheimer!

Da helfen auch die plumpen Anspielungen auf FANTASIA [oder gar Goethes ZAUBERLERLING] nicht mehr weiter, hier ist alles nur Mittel zum Zweck, keiner der Macher des Films hatte scheinbar ernsthaftes Interesse an der Geschichte, der Zaubererei oder gar der Artussage, welche der Film gnadenlos mißbraucht. Hinzu kommt noch der nervtötende, teeniekompatible Soundtrack - oft wirkt der Film wie ein einziges seltsames Musikvideo. Wirklich schade, Regisseur Jon Turtletaub hat vor kurzem mit DAS VERMÄCHTNISS DES GEHEIMEN BUCHES bewiesen, dass Mainstreamkino nicht blöde sein muss, eine These welche er allerdings mit dieser lustlos heruntergekurbelten Effektorgie in alle Winde zerstreut.


2/10 Plastikzauberstäben

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