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MACHETE


Regie: Robert Rodruigez
Buch: Robert Rodruigez
Darsteller: Danny Trejo, Jeff Fahey, Robert de Niro, Jessica Alba, Michelle Rodruigez, Steven Segal, Lindsay Lohan

Im Jahr 2006 brachte Quentin Tarantino und Robert Rodruigez zwei Filme im Rahmen ihres Projektes GRINDHOUSE in die Lichtspielhäuser: DEATH PROOF und PLANET TERROR. In den USA liefen diese beiden Streifen im Doppelpack und wurden von einer fiktiven Trailershow begleitet. MACHETE war unter anderem Einer dieser inszenierten Trailer und überzeugte durch völlig überzogene Splattereffekte und einen irrwitzigen [nicht vorhandenen!?] Plot. Dieser Kurzfilm erfuhr eine sehr positive Resonanz, was Rodruigez [DESPERADO, FROM DUSK TILL DAWN, SIN CITY], dazu brachte seiner Figur MACHETE eine ganz Filmtrilogie zu widmen.

Ein altbekanntes Konzept


GRINDHOUSE war ein sehr interessantes filmisches Experiment und löste eine ganze Welle von Explotationfilme aus. Tarantino und Rodruigez haben den Charme einer ganze Ära des schmuddeligen Billig-Actionfilms erkannt und mit sehr viel Selbstironie in ihre Beiden mehr oder minder gelungenen Filmsegmente eingewoben. MACHETE knüpft einige Jahre später an diese Konzept an - nun stellt sich allerdings die Frage: Hat der Film seinen Vorgängern etwas Neues hinzuzufügen?

Zwischen Hommage und Satire

Die Geschichte ist bei diesem Genrefilm natürlich völlig zweitrangig, die überdeutlichen Splattereffekte und die knallige Action stehen hier eindeutig im Vordergrund. MACHETE alias Danny Trejo überzeugt durch seine wortkarge, aber dennoch schneidige [!] Form der Kommunikation. Die Action kracht, das Blut spritzt, die Mädels sparen oft an unnötigem Stoff und Rodruigez konnte mit Steven Segal, Jeff Fahey und Robert de Niro [!] auf eine exzellente und lustvoll spielende Darstellerriege zurückgreifen

Zu früh gefreut!

Leider zündet der Film nicht wirklich, MACHETE schreit von Anfang an "Ich will ein Kulfilm sein", geht aber viel zu großzügig mit seinen trashigen Versatzstücken um. Rodriugez fügt seinem Hit PLANET TERROR nichts Neues hinzu, sondern kopiert nur seinen eigenen Stil. Man hat sich sichtbar bemüht eine Handlung um den einstigen Fake-Trailer zu schneidern, das Ergebnis sieht allerdings sehr bemüht aus. Für einen bierbetonten Abend reicht MACHETE allemal, aber "Kult" lässt sich nun einfach nicht nach Plan generieren, sondern wird durch die Umstände seiner Zeit geformt. Der Fake Trailer zu MACHETE rockt gewaltig, der Film selbst ist eher unnötig und langweillt recht schnell.


4/10 Stumpfen Macheten

Hier der FAKE-Trailer [der einem das "Full-Feature" erspart]:

Kommentare:

  1. Naja, Steven Segal als Teil einer exzellenten und lustvoll spielenden Darstellerriege zu sehen, das war hoffentlich größtmöglicher Sarkasmus.;) Seine schauspieleriche Leistung ist und bleibt wirklich schwach.

    Insgesamt kann ich aber nur zustimmen. Machete ist langweilig. Selbst die Action wirkt billig und lahm. Und die überdimensionale Plastikmachete ist nun wirklich lächerlich. Da ist man von Robert Rodriguez deutlich besseres gewohnt.

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  2. die reihenfolge der aufzählung darf in der tat als nicht ganz humorfreier klimax verstanden werden. seagal und de niro in einem satz... da brennen mir immer noch die finger auf der tastatur ;)

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