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MONSTERS


Regie: Gareth Edwards
Drehbuch: Gareth Edwards
Dasteller: Whitney Able, Scoot McNairy, Kevon Kane

Eine NASA-Sonde auf der Suche nach fremden Lebensformen stürzt über Mexiko ab, sechs Jahre später wird dieses Gebiet zur "infizierten Zone" erklärt und von 100m hohen Tentakelwesen bevölkert. Eine neu errichtete Mauer trennt nun Süd- und Nordamerika voneinander und betont umso mehr die Kluft zwischen Natur und Zivilisation bzw. Arm und Reich. Der Fotograf Andrew und seine Begleiterin Samantha, die Tochter seines Verlegers, müssen sich aufgrund einer unglücklichen Schicksalskette den Weg durch dieses unbekannte Terrain schlagen. Auf dieser Reise entdecken sie eine Welt, die im völligen Kontrast zu ihrem gewohnten zivilisierten Lebensraum steht.

Ein echter Monsterfilm!?

Der Film zeigt nicht viel von seinen Monstern, aber genau das was nicht gezeigt wird erzeugt eine unglaublich suggestive Spannung und kreiert ein unaufgeregtes Bild dieser furchteinflößenden und zugleich fasziniertenden Welt im Kopf des Zuschauers. MONSTERS ist definitiv kein Film für Monster-Trash-Fans oder Krawall-Fetischisten. Hier wird vielmehr ein subtiles Bild eines gefährlichen Szenarios erzeugt und sehr viel Wert auf die beiden Protagonisten des Filmes und ihre Beziehung zueinander gelegt. Die Figuren in diesem Film werden sehr schön gezeichnet und man erlebt als Zuschauer eine sehr enge Bindung zu ihnen. Der fortschreitende Prozess ihres Kennenlernens nimmt einen recht großen Teil des Filmes ein und ist mindestens ebenso interessant wie das eigentliche Monsterszenario.

Atmosphärisch dicht, trotz des geringen Budgets

Regisseur Gareth Edwarts realisierte mit MONSTERS seinen Debütfilm und bestritt die gesamte Produktion mit einem Budget von 280.000 Dollar [!]. Eine beachtliche Leistung, denn der Film ist sowohl optisch als auch akkustisch wirklich überzeugend. Es wurde ausschliesslich an Originalschauplätzen gedreht und sämtliche Nebenrollen wurden mit den dort lebenden Menschen besetzt. MONSTERS ist ein Paradebeispiel dafür, dass ein guter Film nicht viel Geld kosten muss, sondern die Vision der Menschen hinter der Kamera über die Qualität eines Werkes entscheidet. MONSTERS fesselt durch seine großartige Atmosphäre, was mitunter auch an der brillianten Kamera liegt. Das verseuchte Grenzland zwischen Süd- und Nordamerika wird in sehr stimmungsvollen und authentischen Bildern eingefangen, dazu trägt auch der tolle Soundtrack von Jon Hopkins einen erheblichen Teil bei. Der minimalistische Einsatz von Effekten verstärkt die dramaturgische Wirkung und fördert die Glaubwürdigkeit des ganzen Szenarios. Ebenso profitiert der Film von seinen sehr guten, improvisierenden Schauspielern und einer für dieses Genre gänzlich unkonventionellen Erzählweise. MONSTERS ist ein angenehm unprätentöser und ruhig erzählter Film, der in entsprechenden Schlüsselszenen dennoch ungemein spannend wird. Das Ende des Filmes überzeugt sehr und ist sowohl meisterlich umgesetzt als auch berührend und nachdenklich.

Wer sind die "Aliens"

MONSTERS zeigt sehr schön wie sich die Natur die Zivilisation zurückerobern kann und ebenso findet eine interessante Auseinandersetzung über das "Fremd-Sein" statt. Trotz dieses Tiefgangs wirkt der Film niemals aufgesetzt oder abgedreht philosphisch, denn diese interessanten Fragestellungen finden alle zwischen den Zeilen statt. Der Film lässt sich dramaturgisch in keine Schublade stecken, dies könnte zwar für Monsterfilm- und Sci-Fi-Fans enttäuschend sein, lässt man sich allerdings völlig unbefangen auf den Film ein, so erwartet einem mit MONSTERS einer der besten [echten!] Independentfilme des Jahres und vielleicht sogar der beste Monsterfilm seit vielen Jahren.

Die Bluray: Capelight veröffentlicht MONSTERS einerseits im schönen [limiterten!] Steelbook als auch in einer regulären Edition. im Amray-Case Das Bonusmaterial ist sehr aufschlussreich, so erfährt man in den sehr informativen und umfangreichen Making-Ofs, dass MONSTERS quasi im Alleingang, mit sehr viel Improvisation entstanden ist, was anhand der hohen Qualität des Endergebnisses umso beindruckender ist. Eine sehr schöne Auswahl an Featurettes, Trailern und sonstigen Boni erfreuen den Filmfan.

Bild und Ton: Das Bild ist gestochen scharf, frei von Kompressionsartefakten oder Rauschen, was auf dem digitalen Aufnahmeverfahren des Filmes beruht. Der Schwarzwerk ist brilliant und lassen den Film in einer gebührenden Qualität erstrahlen. Die DTS-HD Tonspuren klingen sowohl auf deutsch als auch auf englisch sehr räumlich und machen MONSTERS zu einem wahren Erlebnis im privaten Heimino.


9/10 Tentakeln zum Frühstück

Kommentare:

  1. monsters war für mich ganz klar der beste film auf dem FFF. der ganze film hat mich einfach total überrascht, aber gerade weil er so anders ist, hat er mir so gut gefallen. es ist schön zu sehen, dass man auch einen film dieser art anspruchsvoll erzählen und vor allem mit neuen ideen anreichern kann. auch von mir eine absolute empfehlung für monsters!

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  2. habe den film jetzt am wochenende auch endlich gesehen und besprochen. super film, hat mir sehr gut gefallen und mich beeindruckt. auch das bonus-material ist absolut empfehlenswert! ;)

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