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SAVAGE


Regie: Brendan Muldowney
Buch: Brendan Muldowney
Darsteller: Darren Healy, Nora-Jane Noone

Der Ire Brendan Muldowney präsentiert mit SAVAGE nach zahlreichen, preisgekrönten Kurzfilmen seinen ersten abendfüllenden Spielfilm. Oberflächlich wirkt der Film zunächst wie eine trivialisierte Version von TAXI DRIVER, blickt man allerdings etwas tiefer, so öffnet sich dem Zuschauer durchaus eine interessante Auseinandersetzung mit dem Thema "Angst". SAVAGE zeigt auf sehr erschütternde Art, dass nicht nur Frauen Opfer von Gewaltverbrechen sein können, sondern dass solch ein traumatisches Erlebnis das Leben eines jeden Einzelnen aus der Bahn werfen kann.

Angst, Kontrolle, Zorn und Rache

Der Fotojournalist Paul Graynor wird aus seiner heilen Welt gerissen, als er eines Abends von zwei Jugendlichen brutal ausgeraubt und schwer mißhandelt wird. Fortan wird er von unerträglichen Angstzuständen geplagt und leidet zudem noch schwer unter den physischen Folgen des Verbrechens. Schauspielerisch und inszenatorisch bleibt der Film zunächst solide und kann inszenatorisch erst mit fortschreitender Laufzeit überzeugen. Spätestens beim Eintreten der Angstzustände beginnt der Film seine Spannungsschraube bis zum Anschlag anzudrehen und kann dann erst wirklich fesseln. Der Kern der Tragödie handelt von der Auswegslosigkeit eines Kampfes gegen die Angst und den Terror im eigenen Kopf. Kein Messer und kein portabler Stromschocker kann rückgängig machen was Paul zugestoßen ist und genau bei der präzisen Darstellung dieser Erkenntnis weiss SAVAGE zu überzeugen.

Kein Meilenstein, dennoch präzise eingefangen.

Der Vergleich mit STRAW DOGS oder TAXI DRIVER ist vielleicht etwas zu hoch gegriffen, da Regisseur Muldowney im Gegensatz zu Peckinpah und Scorsese kein völlig neuartiges, radikales und innovatives Kino geschaffen hat, dennoch handelt es sich um einen Filmemacher mit einer spürbaren Vision und dieses Herzblut macht SAVAGE letztendlich doch sehenswert. Einerseits muss man die DVD-Reihe Störkanal für ihre erlesenen und außergewöhnlichen Veröffentlichungen loben [VAN DIEMENS LAND, WHITE LIGHTNING', MYSTERIOUS SKIN etc.] dennoch leiden alle bisher erschienen Filme unter einer recht schwachen Synchronisation, was sich besonders bei SAVAGE bemerkbar macht. Der Film spielt in Dublin und versprüht sehr viel Atmosphäre durch seine authentisch gesprochenen Dialekte. Die vorliegende deutsche Fassung wirkt hingegen sehr lieblos übersetzt und das schmälert den Filmgenuss spürbar.

Wenn man sich für den Originalton entscheidet, erwartet einem mit SAVAGE ein Film der unter die Haut geht.


7/10 Selbstverteidigungswaffen im Rucksack


1 Kommentar:

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