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SKYLINE


Regie: Colin Strause, Greg Strause
Buch: Joshua Cordes, Liam O'Donnell
Darsteller: Eric Balfour, Donald Faison, Scottie Thompson, David Zayas

Der große Erfolg des günstig produzierten aber dennoch sehr eindrucksvollen DISTRICT 9 weckte das Interesse der Filmindustrie an Alieninvasionen im Kino. Sei es im kommenden WORLD INVASION: BATTLE LOS ANGELES oder in dem hier besprochenen Film SKYLINE, einem ebenfalls mit realtiv günstigem Budget produzierten Sci-Fi-Film. Die Gebrüder Strouse haben sich Name und Rang verdient, indem sie die Effekte für große Hollywoodproduktionen der Marke 300 erschufen. Ihr Regiedebüt ALIEN VS PREDATORS 2 hingegen gilt sowohl unter Fans als auch unter Kritikern als gänzlich in den Sand gesetzt, dramaturgisch einfallslos und schauspielerisch eine Katastrophe verkam der Kampf zwischen Aliens und Predators zu einer einzigen dunklen Splatterorgie ohne Sinn und Verstand. Mit dem unabhängig produzierten SKYLINE wollen die Beiden nun ihr Profil etwas aufbessern.

Human meets Alien!

Leider begeht SKYLINE dieselben Fehler wie AVP2. Der zentrale Kern einer Notsituation - das menschliche Drama - wird völlig vernachlässigt und man wünscht den unsympathischen und unlogisch agierenden Protagonisten einen möglichst raschen Filmtod herbei. Tatsächlich gewinnt der Film erst im letzten Drittel an Fahrt, wohlgemerkt wurde hier schon fast die komplette Darstellerriege dezimiert und der große Krawall regiert die Leinwand. Doch bis dahin ist es ein langer Weg: Fast über die ganze erste Hälfte des Filmes streckt sich eine zähe Einführung der furchtbar unsympathsichen Charaktere dieses Filmes. Die Einschränkung auf einen Schauplatz [Das Hotel] ist ein dramaturgisches Mittel, welches in vielen Filmen als Bühne für ein spannendes Kammerspiel dient, hier kommt dieses filmische Instrument überhaupt nicht zum Einsatz und die lokale Beschränkung nervt den Zuschauer nach einiger Zeit nur noch.

Was ist das? Ein blaues Licht! [Zitat aus Rambo2]

Grundsätzlich fehlt es SKYLINE an eigenem Charme, Witz und Spannung. Der Film bedient sich dem Strickmuster der Filme: KRIEG DER WELTEN, CLOVERFIELD und INDEPENDENCE DAY, findet aber weder eine eigene visuelle Sprache noch eine klare dramaturgische Linie. Die beiden Regisseure scheinen einfach keine Filmemacher zu sein, dann SKYLINE fühlt sich ständig an, wie das Intro zu einem Videospiel. Eine Aneinanderreihung von effektlastigen Alien- und Monsterszenen mit obligatorisch lautem Bassgedröhne, ergeben noch lange keinen spannenden Film. In SKYLINE geht die Welt unter - doch das lässt einem völlig kalt!


2/10 verschlungenen Hirnen

1 Kommentar:

  1. Hatte mir gestern den Film im Kino angeschaut, fand ihn ganz OK. Die Effekte waren nicht schlecht. Wer auf Science-Fiction-Abenteuer steht, dem wird Skyline gefallen.

    Liebe Grüße aus Leipzig,
    Michael

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