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RESIDENT EVIL AFTERLIFE Trailer


Hier ist der lange erwartete Trailer zu RESIDENT EVIL AFTERLIFE. Wann der Film denn nun hierzulande in die Kinos kommen wird ist noch unklar, Gerüchte besagen, dass MGM den Film auf 2011 verschieben will, da er sonst in direkte Konkurenz zu einem genreverwandten Film geraten könnte. RE4 wurde in der Cameron'schen 3D-Technologie gedreht und wird wohl kein Meilenstein der Erzähltechnik werden. Eines haben die Filme um Milla Jovovich jedoch immer gemeinsam gehabt: Sie haben sehr gut unterhalten und den Genrefreund mit vielen Schauwerten zufrieden gestellt, diese Erwartung[en] habe ich auch auf dieses kommende Sequel, besonderer Spassfaktor dürfte hier tatsächlich der Sprung in die dritte Dimension sein. [Der Film wurde nicht wie ALICE oder ROBIN HOOD im Nachinein auf 3D gestreckt, sondern tatsächlich plastisch gedreht.] Viel Spass mit dem Trailer:

CRAZY HEART


Regie: Scott Cooper
Darsteller: Jeff Bridges, Colin Farrel, Maggie Gyllenhall
Buch: Scott Cooper, Thomas Cobb

Wir erleben Bad Blake [Jeff Bridges] abgehalftert und sturzbetrunken auf einem Konzert, in dem er trotz seines bedenklichen Zustandes zu musikalischer Höchstform aufläuft. Spätestens als er mitten im Lied die Bühne verlässt und sich im Hinterhof hinter der Bühne in einen Mülleimer übergibt und unter Schmerzschreien zusammenbricht, wird klar, dass die einstige Countrylegende viel von ihrem Glanz verloren hat.

Ich war die Hälfte meiner Karriere betrunken. [Zitat]

Wer nun ein moraliserendes Lehrstück erwartet liegt zum Glück falsch, denn THE CRAZY HEART [→Trailer] zeichnet ein sehr präzises Bild des Musikers Blake und gibt einen tiefen Einblick in das, was seine Welt im inneren zusammenhält, respektive zerreisst. Die Bekanntschaft mit seinem ehemaligen Schüler Tommy [brilliant: Collin Farrell], das Interview und die Beziehung mit Kate [Maggy Gyllenhall] und sein musikalischer Hoffnungschimmer werden in diesem Film nicht episodisch abgehandelt, wie in diesem Genre sonst so üblich, sondern THE CRAZY HEART fügt sich zu einem runden und intensiven Kinoerlebnis zusammen. Hier wird keine Lebensgeschichte erzählt, sondern ein Blick in Blakes Mikrokosmos gewährt.

Ich habe in meinem Leben schon so viel verloren gehen lassen. [Zitat]

Der Film wurden von Robert Duvall [der auch in einer sehr gelungenen Nebenrolle als Barkeeper zu sehen ist] produziert, Jeff Bridges erhielt zurecht den Oscar für die Rolle des Bad und überzeugt auf ganze Linie, besonders wenn man in Betracht zieht, dass er sämtliche Songs in dem Film selbst singt. Der oscarprämierte Soundtrack ist schlichtweg mitreißend und rundet den Film zu einer sehenswerten Perle ab. Problematische Themen wie Alkoholismus, Existenzängste und Antriebslosigkeit werden gelungen thematisiert, verkommen aber wie oben bereits erwähnt niemals zum Instrument eines Moralstücks. CRAZY HEART ist ein sehr unterhaltsamer, tief unter die Haut gehender Geheimtipp, der einem zwei sehr gelungene Kinostunden gönnt.


9/10 Mitgesummten Countryschnulzen

Ein Highlight 2010: Dieser einzigartige Film wurde in die Jahresliste der gelungensten Filme 2010 aufgenommen!

THE BLIND SIDE

Regie: John Lee Hancock
Darsteller: Sandra Bullock
Buch: John Lee Hancock

Es gibt Filme, für die man sich schämt, normalerweise handelt es sich hierbei um nervende Teeniekomödien, oder peinliche Frühwerke Adam Sandlers, aber dass ausgerechnet ein oscarprämiertes [Mach]werk unter diese Kategorie fällt, überrascht in diesem Falle sehr. Es handelt sich um den Film THE BLIND SIDE [→ Trailer], in dem die rühreselige Geschichte des schwarzen Jungen Michael Oher [Quinton Aaron] erzählt wird, der in einer Republikanerfamilie [!] aufgenommen wird. Der Film klammert die Vorgeschichte des schwarzen Junge völlig aus, soziale Probleme existieren nicht, jeder Weiße ist sofort [!] bereit ihm zu helfen und die Gesellschaft verkommt völlig unkritisch zu einer Ansammlung von Gutmenschen. In THE BLIND SIDE existieren keine Konflikte, der Film suhlt sich geradezu in Wohltäterklischees und ist in seiner Substanz einfach völlig unreflektiert und misslungen. Es scheint so, als ob man diesen Film gemacht hat um eine gewisse Bevölkerungschicht davon zu überzeugen, dass keine Rassenkonflikte mehr existieren. Abgesehen von diesen politischen Absurditäten bewegt sich der Film auf dem geistigen und unterhaltungstechnischen Niveau einer Vorabendsoap im ZDF und kann durchweg als Beleidigung gesehen werden...

...eine Beleidigung für das Publikum das diesem Mist ertragen muss

...eine Beleidigung für alle schwarzen Menschen, deren soziale Misstände negiert werden

...eine Beleidigung für Meryl Streep, die keinen Oscar für ihre großartige Performance in JULIE & JULIA bekommen hat.

Zusammengefasst: Ungenießbarer Instant-Bullshit aus der Oscardose


1/10 Oscars zu viel