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ARRIETTY - Die wundersame Welt der Borger


Regie: Hiromasa Yonebayashi
Drehbuch: Hayao Miyazaki
Studio: Ghibli

Der Fantasy-Roman von Mary Norton aus dem Jahre 1952 wurde schon von FLUCH DER KARIBIK-Regisseur Gore Verbinski adaptiert, allerdings nicht annähernd so liebevoll wie Karigurashi no Arietti aus dem Animationsstudio GHIBLI [MEIN NACHBAR TOTORO]. Unter der Feder von Großmeister Hayao Miyazaki [NAUSICAÄ, LAPUTA - DAS SCHLOSS IM HIMMEL] zeichnet sich Regieneuling Hiromasa Yonebayashi für die gelungene Umsetzung verantwortlich.

Die wundersame kleine Welt der Borger

Auf gewohnt hohem Animationsniveau wird die Geschichte der winzigen Borger erzählt, die sich in einem kleinen Landhaus in einer ländlichen Provinz vor den "großen Menschen" versteckt halten. Eines Tages besucht der herzkranke Sho seine Tante auf dem Lande, erblickt durch Zufall die kleine Arrietty und löst dadurch eine Ereigniskette aus, welche die Existenz der Borgerfamilie bedrohen könnte. War schon PONYO der Blick in ein kunterbuntes Aquarium, so schafft es auch ARRIETTY ein wunderschönes Bild der Tier- und Pflanzenwelt rund um die Welt der kleinen Borger zu zaubern. Der Film schafft es dem Zuschauer seine eigene Welt aus einem völlig neuen Blickwinkel vor die Augen zu führen und ein Universum zu schaffen, in der sogar eine kleine flauschige Katze wie ein gigantisches Ungetüm wirkt. Aus diesem gelungenen Perspektivenwechsel bezieht ARRIETTY einen großen Teil seine Faszination. In seinen besten Momenten erinnert das jüngste Werk aus dem Hause Ghibli sogar an Klassiker wie KIKI oder TOTORO, denn auch melancholische Töne wie z.B. die Krankheit des Jungen SHO oder die Existenzängste der Borger sorgen für ausreichende emotionale Bindung an die Charaktere. Das bittersüße [offene!] Ende gibt dem Zuschauer Raum für eigene Gedanken und sorgt sogar für etwas Wehmut.

Der ständige Konflikt zwischen Mensch und Natur


ARRIETTY ist wieder einmal ein kleines Kunstwerk, voll von schönen kleinen Details, einem großartigen wenn auch ungewohnten Soundtrack der irischen Sängerin Cécile Corbel in Kombination mit einer warmherzig erzählten Geschichte. Das Animationsstudio GHIBLI schafft es immer wieder den Konflikt zwischen Mensch und Natur aus den verschiedensten Perspektiven zu zeigen ohne dabei auf plumpe Öko-Klischees zu setzen. Hier findet das beste filmische Stilmittel überhaupt seinen Einsatz: Der Zuschauer wird selbst zum Denken angeregt!


9/10 People under the Stairs

1 Kommentar:

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