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DER LETZTE TEMPELRITTER


Regie: Dominic Sena
Buch: Bragi Schut jr.
Darsteller: Nicolas Cage, Ron Pearlman, Christopher Lee, Ulrich Thomsen, Claire Foy, Stephen Graham

Schon der deutsche Titel DER LETZTE TEMPELRITTER ist als Hinweis des deutschen Verleihs Senator zu verstehen, denn genauso sinnfrei wie sein Titel präsentiert sich die Geschichte dieses Machwerks. SEASONS OF THE WITCH [Originaltitel] handelt von zwei Kreuzrittern [Nicolas-Steuerschulden-Cage und Ron Pearlman], welche nach ihrer Heimkehr aus dem gelobten Land, ihre von der Pest geplagte Heimat vorfinden und vom sterbenden Papst [Christopher Lee] den Auftrag erhalten, eine vermeintliche Hexe zu einem geheimnivollen Buch mit hilfreichen Zauberformeln zu überführen.



Genau von dieser Mission handelt der Film und es passiert nichts weiter nennenswertes, ein paar Trugbilder, ein angreifendes Wolfsrudel, viel Gähnen und ein hochpeinliches CGI-Finale garniert mit einer deftigen Portion unfreiwilliger Komik. Abgesehen von einigen netten Sets vermeidet DER LETZTE TEMPELRITTER das aufkommen jeglicher Atmosphäre, Spannung vermisst man besonders im katastrophal getricksten Finale völlig. Selbst TV-Serien verfügen oft über wesentlich besser Computereffekte als dieser lieblos dahingerenderte Steinzeitkrawall.



Die gesamte Darstellerriege trägt zwar polierte Ritterrüstungen, dennoch gibt keiner von ihnen das glaubwürdige Bild eines edlen Ritters ab. Lediglich Ron Pearlman vermag einige [wirklich miese] Dialoge in Ansätzen zu retten, aber auch er ist in letzter Instanz förmlich gelähmt durch den Fluch des desaströsen Drehbuchs. Der Versuch durch die Platzierung einiger pseudo-witzigen Dialogzeilen eine Art Mittelalter-Buddy-Movie zu schaffen, scheitert aufgrund der Humorlosigkeit und absoluten Beliebigkeit dieser Sprüche. Regisseur Dominic Sena war einst für den unterhaltsamen PASSWORT: SWORDFISH verantwortlich, von dessen Qualitäten ist hier allerdings nichts mehr zu spüren.



Zusammengefasst: SEASONS OF THE WITCH ist ein weitgehend langweilliger, schlecht gemachter und wirklich mies gespielter C-Fantasy-Quark, dem bestenfalls Fans klassischer Hammer-Produktionen und B-Filmen noch ein Quentchen Unterhaltung abgewinnen können. Für alle anderen gilt: Meiden!


2/10 verhexten Drehbüchern